Bilderrahmen - Bilder, Kunst und Accessoires perfekt inszeniert

 

 


Passepartout AusschnitteDie Vorteile professionell gerahmter Bilder mit Passepartout kennen Sie bereits. Die hohe Schule der Passepartouts kann jedoch noch viel mehr, als Bilder schützen und umrahmen.

Da gibt es beispielsweise aufwändig von Hand gestaltete, so genannte französische Passepartouts. Der feine Strich um den Bildausschnitt herum erfordert schon eine sehr ruhige Hand. Hinzu kommen, je nach Motiv und Wünschen des Auftraggebers hübsche, verschieden breite Einfassungen aus farbig gemustertem Seidenpapier oder Marmorpapier. Eine Heidenarbeit, die sich jedoch bei besonders schönen oder kostbaren Unikaten durchaus lohnt. Zusammen mit einem ausgewählt schönen Holzrahmen (beispielsweise aus dunkel gebeiztem Wurzelholz) wirkt so eine alte Radierung, ein Aquarell oder eine Zeichnung schon gleich ein ganz anderes. Wichtig – und einfach nicht zu übersehen.

Nicht ganz so nobel aber durchaus famos und überaus sehenswert sind Galerie-Passepartouts mit mehreren verschieden großen Ausschnitten. Ein schöner, verbindender Rahmen für die Kinder einer Familie plus ihre Eltern. Oder verschiedene Porträts ein und derselben Person. Generell sind Galerie-Passepartouts ideal für Kinderbilder und Fotos von Teams. Denn Galerie-Passepartouts verbinden was zusammengehört – und das in einem einzigen Bilderrahmen.

Für Münzsammler interessant: Passepartouts mit runden Ausschnitten in der Größe ihrer schönsten Münzen. Ob nachträglich und von Hand beschriftet oder blanko: Die besten Stücke einer Münzsammlung könnte man kaum schöner präsentieren. Ein entsprechend tiefer Holzrahmen mit stabilen Profilen gehört unbedingt dazu.

Besonders kleinformatige kostbare Kunstwerke werden gerne auch doppelt gefasst. Hinter zwei Passepartouts, deren Ausschnitte nicht identisch groß sind, sondern sich um wenige Millimeter unterscheiden. Hat der Rahmer sein Werk mit aller Sorgfalt vollbracht und die Passepartouts exakt geschnitten, wirkt das so gerahmte Bild besonders plastisch und tief.

Passepartouts müssen auch nicht immer rund oder eckig sein. Auch andere grafische Formen sind möglich, beispielsweise in Form eines Logos. Wichtig ist nur, dass der Einrahmer eine gute Vorlage hat und die exakten Maße für den Ausschnitt kennt.

Und dann gibt es auch noch Passepartouts, mit einem zusätzlichen schmalen Ausschnitt unterhalb des Bildes: Darin steht dann der Titel des Werkes, eine Jahreszahl oder der Name des Künstlers. Wem diese Lösung nicht mag, muss einen Rahmer finden, der diese Angaben in Schönschrift und/oder kaligrafisch direkt auf das Passepartout setzen kann. Ein kleines Meisterwerk für sich.

28. Juli 2008

Fast jeder neue Bilderrahmen enthält einen Einleger, auf dem die Maße eines Passepartouts angedeutet sind. Der Bequemlichkeit halber verwenden viele diesen dünnen Einleger tatsächlich um ihre Bilder oder Fotos darauf zu legen und im Bilderrahmen so zu präsentieren. Schade um die verpasste Chance!

Ein echtes Passepartout ist sehr viel mehr als ein simpler Bildträger. Allerdings müssen dazu Farbe und Qualität stimmen. Mit einem dünnen Blatt Papier ist es nämlich längst nicht getan. Erst wenn das Passepartout exakt geschnitten ist und mit den Farben des Bildes harmoniert, erfüllt das Passepartout seine Aufgabe so perfekt wie geplant: Es präsentiert das Bild, unterstreicht dessen Einzigartigkeit und Bedeutung und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters vom Raum über den Rahmen hinweg zum Bild.

Bevor es jedoch so weit ist, gilt es die richtige Farbe des Passepartouts zu finden. Und das geht so:

Vornweg ein bisschen Farbtheorie. Der Farbkreis:

Farbkreis

Wenn Sie sich schon einmal mit dem Farbkreis beschäftigt haben, kennen Sie auch komplementäre Farben. Beispiele dazu: Lila und Orange. Oder Blau und Gelb. Oder Rot und Grün. Komplementär sind diese Farbpaare deshalb, weil sie in einem Farbkreis genau gegenüber stehen und sich deswegen für das menschliche Auge (zu einem ganzen Kreis) ergänzen. So wie hier das Blau und das Gelb:

Komplementäre Farben im Farbkreis

Noch immer komplementär, wenn auch gesplittet nennt man eine Farbkombination, wenn die gesuchte Farbe im Farbkreis nicht genau gegenüber der Ausgangsfarbe (hier Blau) liegt, sondern jeweils “ein Feld” daneben. In unserem Beispiel sieht das dann so aus:

Gesplittete komplementäre Farben

Schieben sich die Farbfelder noch weiter auseinander, entsteht eine Triade. Ein Dreiklang, der durch die Lage der einzelnen Farben im Farbkreis harmonisch wirkt.

Triade

Darüberhinaus empfinden wir Farben auch dann als harmonisch, wenn sie im Farbkreis dicht nebeneinander liegen. Wir sprechen dann von analogen Farben. Hier im Beispiel liegen Türkis, Blau und Lila dicht beisammen:

Und wenn sich eine einzige Farbe z.B. Blau alleine durch ihren Schwarzanteil von der nächst helleren oder dunkleren Variation unterscheidet, sprechen wir von monochromatischen Farben. Diese harmonisieren ebenfalls mit einander. Im Beispiel sehen wir also ein dunkles, ein mittleres und ein helles Blau.

Monochromatische harmonisierende Farben

So weit der Farbkreis und der akademische Weg, harmonisierende Farben zu finden und zu erklären.

In der Praxis steht uns zur der Auswahl der richtigen Passepartoutfarbe  so ein nützliches Tool wie den Colorschemer eher selten zur Verfügung. Was also tun?

Betrachten Sie Ihr Bild: Welche Farben dominieren und welche Farben sind zusätzlich vorhanden.

Das Passepartout sollte die Wirkung des Bildes unterstreichen, nicht totschlagen. Deshalb müssen Sie sich bei der Farbwahl zunächst an den vorhandenen Farben des Bildes orientieren. Würden Sie eine komplementäre und damit in der Wirkung gleich starke Farbe wählen, würde das Passepartout Ihr Bild übertönen. Deshalb ist es besser, die dominanteste Farbe zunächst außen vor zu lassen und eine der begleitenden Farben für das Passepartout zu nehmen. Ich habe mich bei diesem Beispiel für die Farbe Petrol entschieden. Sie kommt im Hintergrund des Blumenbildes vor. Fürs Passepartout darf es dann gerne einen Ton dunkler sein.

Blauer Lein in Petrol

Oder Sie bleiben bei der Hauptfarbe und wählen als Passepartoutfarbe eine Farbe des monochromatischen Farbkreises. Beispiel: Das Beispielbild zeigt die mittelblaue Blüte, dann wählen Sie für das Passepartout ein etwas helleres oder dunkleres Blau. Denkbar, wenn auch nicht ganz optimal, wären diese beide Variationen:

Helles oder dunkles Passepartout

Jetzt denken Sie vielleicht, dieser Aufwand ließe sich ganz einfach reduzieren, indem man neutrale weiße oder schwarze Passepartouts verwendet. Allerdings haben Sie da die Rechnung ohne die Passepartouts-Hersteller gemacht. Weiß gibt es inzwischen in so vielen Nuancen, genaues Hingucken und Auswählen ist dennoch angebracht. Überhaupt passen weiße oder schwarze Passepartouts mit ihren harten Kontrasten längst nicht überall und bei jedem Bildthema. Sehen Sie selbst:

Passepartouts in Schwarz und Weiß

Fazit: Es gibt keine einzig wahre Lösung, die Farbe eines Passepartouts zu wählen, sondern verschiedene Möglichkeiten. Als Basis sollte jedoch stets das Bild selbst dienen. Rahmenart und Rahmenfarbe werden im nächsten Schritt angepasst.

Übrigens: Der Magic Framer erleichtert Ihnen das Finden eines optimalen Passepartous. Sie sehen direkt am Bildschirm, welche Farbe zu Ihrem Foto passt und auch die anschließende Wahl des Bildrahmens ist ein reines Kinderspiel.


Blumenbild: Blauer Lein by Nature To Print.

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