Monate haben wir auf die Sonne gewartet. Jetzt scheint sie strahlend schön vom Himmel herunter, Fotografen hätten allen Grund zu jubeln, doch beim Sichten der ersten Fotos wird schnell klar: Zu viel Sonne tut den Bildern auch nicht gut. Beim Fotografieren der ersten Frühlingsblumen, speziell den gelben und weißen, kommt die Kamera schnell an ihre Grenzen. Die Lichter reißen aus und tiefe Schatten nerven zusätzlich.
Blütenblätter von Krokus, Tulpe, Milchstern und Co haben eine glatte und stark reflektierende Oberflächenstruktur. Im Licht der Sonne beschienen, reißen da gerne mal die Spitzlichter aus. Gleichzeitig werfen erhöhte Teil der Blüte (Staubgefäße, Narbe) dunkle Schatten auf die dahinter und darunter liegenden Blütenblätter.
Mein Tipp: Besorgen Sie sich einen weißen Schirm und spannen Sie ihn über die Blumen, die Sie fotografieren. Der weiße Schirm wirkt wie eine Softbox im Studio. Das Licht wird leicht abgeschwächt und dabei homogenisiert, die tiefen Schatten verschwinden und zuvor reflektierende Bereiche werden nun gleichmäßig ausgeleuchtet. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Probieren Sie es bei Ihrer nächsten Fototour durch einen blühenden Garten einfach mal aus.
Und danach: Blumenbilder wirken perfekt gerahmt noch mal so schön und zaubern den Frühling direkt an die eigenen vier Wände.
