Bilderrahmen - Bilder, Kunst und Accessoires perfekt inszeniert

 

 

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Einen passenden Bilderrahmen auszusuchen ist eine Kunst für sich. Ach, das glauben Sie nicht? Dann versuchen Sie doch mal in einem Online-Bilderrahmenladen zwischen Alu- und Kunststoffrahmen zu unterscheiden. Wenn Sie die Produktbilder betrachten und danach entscheiden wollen, kommen Sie schnell an ihre Grenzen. Denn auf den ersten Blick und anhand ihrer Farbe lassen sich die beiden Materialien kaum unterscheiden. Zumindest nicht am Monitor.

Darum mein Tipp: Achten Sie beim Rahmenkauf unbedingt die Details, denn die Qualitätsunterschiede sind enorm.

Der Kunststoffbilderrahmen:

Vorteile:

  • Bilderrahmen aus Kunststoff sind leicht und es gibt sie in fast jeder erdenklichen Farbe.
  • Kunststoffrahmen bieten ein überzeugend gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Die Bilder können öfter gewechselt werden, ohne dass der Bilderrahmen erkennbar leidet. Insbesondere dann, wenn es sich um einen Hersteller handelt, der hohe Verarbeitungsqualität garantiert.
  • Kunststoffrahmen sind deshalb richtig und gut für Poster, Kinderbilder, Filmplakate, Urkunden, reproduzierbare Druckwerke oder Fotos fürs Büro.

Nachteile:

  • Bilderrahmen aus Kunststoff zeigen je nach Hersteller deutliche Qualitätsunterschiede. Kunststoffrahmen, deren Leisten an den Ecken zusammengesteckt werden, sind dabei am heikelsten. Diese Hakenverbindung kann sich im Laufe der Zeit lösen. Außerdem sind sie sehr umständlich zu handhaben. Im Vergleich dazu: Ein hochwertiger Kunststoffbilderrahmen, der genauso aufgebaut ist, wie gute Alurahmen, nämlich mit fest verbundenen Ecken und einer herausnehmbaren Rückwand, die mit Spannfedern gehalten wird.
  • Kunststoffrahmenprofile können nicht so sauber und präzise verarbeitet werden, wie Alurahmenprofile. Die möglichen Schwachstellen (oft sind es die Ecken) erkennt man allerdings erst bei genauem Hinsehen. Auch können die Kunststoffleisten bei größerer Belastung (Glasgewicht der großen Formate) und unsachgemäßer Aufhängung (an der Leiste anstatt an den Aufhängern) oder durch Hitze verziehen und sichtbar durchhängen.

Der Alu-Bilderrahmen

Menschen, die auf Stil und Qualität achten, entscheiden sich eher für Alu-Bilderahmen. Aus guten Gründen:

  • Aluprofile können präzise geschnitten und verarbeitet werden. Sie erkennen und spüren das sofort.
  • Alurahmen sind leicht und es gibt sie in vielen Farben und mit den unterschiedlichsten Leistenprofilen.
  • Alurahmen gibt es mit unterschiedlichen, raffiniert veredelten Oberflächen: gebürstet, glänzend poliert, matt, eloxiert.
  • Bilder in Alurahmen können häufig gewechselt werden, ohne dass der Rahmen leidet.
  • Alurahmen wirken, je nach Oberfläche, mal stylish, edel, zeitlos, elegant oder modern.
  • Alurahmen halten Generationen aus.
  • Alurahmen sind gut und richtig für die Präsentation von Kunstdrucken, wertvollen Fotografien, Aquarellen, Radierungen, Original-Zeichnungen und ähnlichen Unikaten.

Die Nachteile:

  • Der Preis. Bilderrahmen aus Alu sind teurer als Kunststoffrahmen.
  • Die empfindliche Oberfläche: Schläge und unsachgemäßer Umgang hinterlassen auf Alurahmen deutlich sichtbare Spuren und Kratzer.
  • Aluprofile lassen sich verbiegen. Kunststoffprofile sind hier deutlich flexibler und brechen erst bei zu hohem Druck.

Fazit:

  • Wenn Sie die Wahl zwischen Kunststoff- und Alurahmen haben und der Preis für Sie nicht die entscheidende Rolle spielt, wählen Sie den Alurahmen. Und falls der Preis doch wichtig ist, hilft rahmenversand mit Alurahmen, die fast so günstig wie Kunststoffrahmen sind.
  • Wenn Sie wichtige, wertvolle und edle Bilder schön präsentieren möchen, dann ist ein hochwertiger Alurahmen genau richtig für Sie.
  • Wenn Sie jedoch darauf achten, dass der Bilderrahmen nicht teurer als das gerahmte Bild ist, dann ist ein guter Kunststoffrahmen genau richtig für Sie.


    Alurahmen von Nielsen

20. Oktober 2008

Bevor Kunstmaler ihre Ölfarben mischen, skizzieren sie ihre Ideen mit Bleistift auf Papier. Das war schon immer so. Schließlich sind Ölfarben viel zu kostbar und auch zu aufwändig zu verarbeiten, um mal eben eine kleine Bildidee festzuhalten. Abgesehen davon: Bleistiftstudien gehören zum Kunstmalerhandwerk so wie das Tonleiterüben zur täglichen Praxis aller Musiker gehört.

Während die meisten Skizzen, die ein Maler zeit seines Lebens produziert, in diversen Mappen landen  oder ganz einfach verworfen werden, geraten immer wieder bezaubernd schöne Zeichnungen in private Sammlungen. Immerhin sind bzw. waren Bleistiftzeichnungen – im Gegensatz zu Ölgemälden - in Auktionen und Galerien noch bezahlbar. Sofern sie nicht aus der Hand weltberühmter Meistern wie Picasso oder Raffael stammen.

Bleistiftskizzen besitzen einen ganz eigenen Reiz: Die Linienführung ist zumeist sehr zart und das Papier ist, da es sich ja oft um Entwürfe handelt, nicht von allerbester Güte. Entsprechend vergilbt und abgegriffen sind sie. Insbesondere wenn die Bilder lange Zeit ungeschützt dem Licht ausgesetzt waren. Bleistiftzeichnungen zeigen ihr Alter gerne ungeschönt. Aber all das schreckt Kenner und Liebhaber dieses Genres nicht. Ganz im Gegenteil: Vergilbtes Papier, etwas Patina, vom Handrücken verwischte Linien … all das gehört zu einer originalen Bleistiftzeichnung und wer so etwas sein Eigen nennt, gibt sie nicht mehr her.

Bleibt die Frage: Wie rahmt man eine Bleistiftzeichnung?

Wichtig ist zunächst einmal ein Passepartout aus säurefreiem Karton. Hellgrundig sollte es sein. Gebrochenes Weiß oder Creme – damit nichts den Blick von der Zeichnung ablenkt. Ein sehr feine Farblinierung entlang der Schnittkante kann sehr gut aussehen.

Der eigentliche Rahmen muss sich vollkommen in den Dienst der Zeichnung stellen. Darf weder protzen noch dominieren. Denn die Aufmerksamkeit gehört alleine dem Bild, nicht dem Rahmen. Möglich sind schmale Bilderrahmen mit einfachem Profil. Naturholztöne eignen sich durchaus – sofern sie nicht zu dunkel und dadurch zu kontrastreich sind. Natürlich hängt der Stil des Bilderrahmen immer auch vom Stil des Bildes ab. Aus welcher Zeit stammt die Zeichnung? Ziehen Sie diese Überlegung mit in die Auswahl des Bilderrahmens ein. Einen Raffael könnten Sie, sofern Sie ihn besäßen, durchaus prächtig rahmen, eine Picasso dagegen kaum.

Dazu nun ein Beispiel aus eigenem Bestand. Die Zeichnung stammt von 1955 und zeigt einen “Freund des Hauses” . Beide Holz-Bilderrahmen sind aus der Serie Kiel, links Natur, rechts Buche, das Passepartout cremefarbig.

Für welchen Rahmen würden Sie sich entscheiden? Und gäbe es noch eine Alternative? Ich meine ja. Das nächste Beispiel zeigt den netten Herrn gerahmt in Alu – auch dieses moderne Material verträgt die zarte, reichlich vergilbte Bleistiftzeichnung. Denkbar ebenfalls ein Bilderrahmen in einem Champagnerton oder in einem mattiertem Gold.

Noch ein Beispiel zeige ich zum Abschluss. Der prächtige Rahmen eignet sich von Haus aus für prächtige Ölgemälde aus den 1920-er oder noch früheren Jahren. Für eine moderne leichte Zeichnung ist ein derart geprägter Stilrahmen leider fast schon zu viel des Guten. Oder was meint Ihr kritisches Auge zu diesem Versuch?

19. August 2008

Es ist ein sonniger Tag. Mein Büro ist vom Licht durchflutet. Die raumhohe Strelizie spiegelt sich im gerahmten Rosenbild gegenüber – unfreiwillig ist hier eine eigenartige Bildkomposition entstanden: Das Gelb der Rosenblätter im Hintergrund und darüber schweben im Bilderrahmenglas die gespiegelten Schattenbilder der riesigen Strelizienblätter. Hätte ich für das Rosenbild Antireflexglas verwendet, sähe das Bild jetzt viel besser aus. Die gelben Rosenblätter würden im warmen Sonnenlicht leuchten - statt dessen sehe ich auf dem Glas alles, nur keine Rose.

Im Raum nebenan hängt ein Klatschmohn im Eck. Das heißt: Ich weiß, im schwarzen Holzrahmen ist eigentlich ein knallrotes Mohnbild – zu sehen ist davon gerade leider nichts. Denn beiderseits des Blumenbildes treffen im 90° Winkel große Fensterflächen aufeinander. Zu viel Licht für ein Bild, das mit Acrylglas gerahmt worden ist. Wirklich schade um das schöne Mohnbild. Bis es zu sehen ist, ist’s später Nachmittag. Erst dann liegt diese Zimmerwand im Schatten und alle Bilder erscheinen wieder so schön, wie vorgesehen.

Ganz anders verhalten sich die Bilder, die weiter vom Fenster entfernt hängen. Sie wirken den ganzen Tag, egal ob draußen die Sonne scheint oder ob es schneit. So lange das künstliche Raumlicht in keinem ungünstigen Winkel zu den Bildern steht, kann ich mich an den satten Farben und Motiven der Bilder erfreuen und muss mich nicht über unerwünschte Reflexe auf den Gläsern ärgern.

Was ich damit sagen will: Es gibt gute Gründe, Antireflexglas für Bilderrahmen zu verwenden. Nicht überall, nicht für jeden Raum und für jeden Zweck aber dort wo viel Licht von unterschiedlichen Seiten auf gerahmte Bilder trifft, da wirkt sich die besondere Machart von Antireflexglas äußerst positiv aus: Reflexe werden fast vollständig geschluckt und die klare Sicht aufs Bild ist von allen Seiten gegeben. Und so soll es schließlich auch sein.

Antireflexglas ist nicht gleich Antireflexglas

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Herstellungsarten, die sich auch deutlich im Preis des Antireflexglases unterscheiden.

1. Mikrogeätztes Antireflexglas. Das Glas ist leicht mattiert und nimmt dem Bild dahinter ein klein wenig seiner Leuchtkraft. Insbesondere wenn zwischen Bild und Glas ein Passepartout und damit knapp zwei Millimeter Luft liegen.

2. Interferenzoptisch entspiegeltes Antireflexglas. Dieses Antireflexglas wird wie zweifach entspiegelte Brillengläser hergestellt. Reflexe verschwinden und das natürliche Aussehen bzw. die Farben der so gerahmten Bilder bleibt erhalten. Leider ist das entspiegelte Antireflexglas deutlich teurer als das geätzte Antireflexglas.

Wenn Sie wert auf Farbechtheit Ihrer gerahmenn Bilder legen, ist interferenzoptisch entspiegeltes Antireflexglas die bessere Wahl. Zumindest dann, wenn Ihr Bild später in einem hellen, lichtdurchfluteten Raum hängen wird. Ansonsten genügt auch Normalglas, um Ihr schön gerahmtes Bild reflexfrei und unverfälscht zu genießen.

Weitere Informationen zu Glasarten:

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