
Die erste eigene Bude kommt zumeist klein und unkomfortabel daher. Doch ist die Einrichtung noch so klein: Bei Kerzenschein, sieht das eigene Reich einfach riesig aus. Die Poster an der Wand sind bereits Ausdruck des aktuellen persönlichen Geschmacks. Ein hübsches Tuch kürt die Umzugskiste schnell zum Tisch. Improvisation ist Trumpf und die Hauptsache ist, Mutters Obhut endlich entronnen zu sein.
Wenige Jahre später sieht alles schon ganz anders aus. Die letzte Beziehung landet im Ehehafen und von nun an geht alles rasend schnell. Spätestens mit dem ersten Gehalt wächst auch der Anspruch an das Wohnen. Die Räume werden mehr, die Möbel solider und die Bilder an der Wand sind plötzlich schön gerahmt. Statt sich mit nackten Glühbirnen zu begnügen, setzen schöne Leuchten besondere Akzente und die Kerzen stehen nun im schönen Kerzenständer. Genauso sollte es bitteschön für immer sein und bleiben.
Doch dann kommen von irgendwoher Kinder daher und aus ist es mit der Paaridylle. Das Chaos zieht ins Heim und außerdem die Farbe Himmelblau oder Rosarot. Da gibt es kein entrinnen. Denn selbst die ärgsten Anarchisten, schmelzen beim Anblick der eigenen, pausbäckigen Brut nur so dahin. Und nach den ersten Monaten in Babypastell wird die Wohnung plötzlich kunterbunt. Die Kerzen werden weggepackt, stattdessen gibt’s nun Schlummerlichter mit Musik, bunte Spielteppiche, Spielsachen, Bilderbücher und Plüsch in rauen Mengen. Möbel mit viel Stauraum – und elterliche Toleranz sind von nun an ständig angesagt.
Es folgen spannende Jahre, in denen das Inventar viel aushalten muss. Kinder kennen keine Rücksicht, noch haben sie Hemmungen. Im Kinderzimmer, im Wohnzimmer und in vor allem in der Küche findet das Familienleben statt und genau das sieht man den Räumen auch an. Egal. Möbel, die keine Schrammen haben, haben ihren Zweck ohnehin verfehlt.
Viele Jahre später ist es so weit: Die Eltern feiern ihre neue Freiheit und richten ihr Leben komplett neu ein. Endlich darf es auch ein bisschen edler sein. Echte Designerstücke aus dem Möbelhaus ersetzen jetzt das ramponierte, ausrangierte Mobiliar. Wertvolle Hölzer, schöne Oberflächen, sogar empfindliche Stoffe dürfen sein. Man ist im „besten Alter“, genießt das Erreichte und zeigt stolz das Erreichte. Da dürfen schick gerahmte Bilder der Lieben nicht fehlen. Porträts wirken im Echtholzrahmen ohnehin am schönsten. Auf dem Sideboard glänzen silberne Kerzenleuchter und überall entdeckt der aufmerksame Besucher ausgewählte Wohnaccessoires. Ob Vase oder Schale, Sofakissen oder Leuchten an Decke und Wand: Jedes einzelne Stück zeugt vom besonderen, sehr persönlichen Stil der Bewohner.
Die nächste große Veränderung bahnt sich eher schleichend an. Wenn die Glieder nicht mehr können, wie sie sollen. Wenn das Aufstehen vom Sofa immer mühsamer wird und wenn der Weg nachts ins Bad leicht zur Stolperfalle wird, dann wird es Zeit, die Wohnung noch komfortabler und altengerechter einzurichten. Dabei sind es manchmal nur kleine Details und praktische Accessoires die schnell für mehr Sicherheit und Bequemlichkeit sorgen. Ein Dämmerlicht mit Bewegungsmelder, stabile Griffe an Badewanne und WC oder der extra lange Schuhlöffel kosten nicht die Welt, erleichtern im Alltag jedoch so manches. Noch mehr Komfort bieten Sessel, Sofas und Betten mit höher gelegter Sitzfläche. Die Scheu, noch einmal die gewohnte und lieb gewonnene Einrichtung zu ändern, wenn auch nur zum Teil, ist manchmal groß. Doch zum großen Glück siegt irgendwann die Vernunft über die Eitelkeit der selbstbewussten neuen Alten.
Die erste eigene Bude kommt zumeist klein und unkomfortabel daher. Doch ist die Einrichtung noch so klein: Bei Kerzenschein, sieht das eigene Reich einfach riesig aus. Die Poster an der Wand sind bereits Ausdruck des aktuellen persönlichen Geschmacks. Ein hübsches Tuch kürt die Umzugskiste schnell zum Tisch. Improvisation ist Trumpf und die Hauptsache ist, Mutters Obhut endlich entronnen zu sein.
Wenige Jahre später sieht alles schon ganz anders aus. Die letzte Beziehung landet im Ehehafen und von nun an geht alles rasend schnell. Spätestens mit dem ersten Gehalt wächst auch der Anspruch an das Wohnen. Die Räume werden mehr, die Möbel solider und die Bilder an der Wand sind plötzlich schön gerahmt. Statt sich mit nackten Glühbirnen zu begnügen, setzen schöne Leuchten besondere Akzente und die Kerzen stehen nun im schönen Kerzenständer. Genauso sollte es bitteschön für immer sein und bleiben.
Doch dann kommen von irgendwoher Kinder daher und aus ist es mit der Paaridylle. Das Chaos zieht ins Heim und außerdem die Farbe Himmelblau oder Rosarot. Da gibt es kein entrinnen. Denn selbst die ärgsten Anarchisten, schmelzen beim Anblick der eigenen, pausbäckigen Brut nur so dahin. Und nach den ersten Monaten in Babypastell wird die Wohnung plötzlich kunterbunt. Die Kerzen werden weggepackt, stattdessen gibt’s nun Schlummerlichter mit Musik, bunte Spielteppiche, Spielsachen, Bilderbücher und Plüsch in rauen Mengen. Möbel mit viel Stauraum – und elterliche Toleranz sind von nun an ständig angesagt.
Es folgen spannende Jahre, in denen das Inventar viel aushalten muss. Kinder kennen keine Rücksicht, noch haben sie Hemmungen. Im Kinderzimmer, im Wohnzimmer und in vor allem in der Küche findet das Familienleben statt und genau das sieht man den Räumen auch an. Egal. Möbel, die keine Schrammen haben, haben ihren Zweck ohnehin verfehlt.
Viele Jahre später ist es so weit: Die Eltern feiern ihre neue Freiheit und richten ihr Leben komplett neu ein. Endlich darf es auch ein bisschen edler sein. Echte Designerstücke aus dem Möbelhaus ersetzen jetzt das ramponierte, ausrangierte Mobiliar. Wertvolle Hölzer, schöne Oberflächen, sogar empfindliche Stoffe dürfen sein. Man ist im „besten Alter“, genießt das Erreichte und zeigt stolz das Erreichte. Da dürfen schick gerahmte Bilder der Lieben nicht fehlen. Porträts wirken im Echtholzrahmen ohnehin am schönsten. Auf dem Sideboard glänzen silberne Kerzenleuchter und überall entdeckt der aufmerksame Besucher ausgewählte Wohnaccessoires. Ob Vase oder Schale, Sofakissen oder Leuchten an Decke und Wand: Jedes einzelne Stück zeugt vom besonderen, sehr persönlichen Stil der Bewohner.
Die nächste große Veränderung bahnt sich eher schleichend an. Wenn die Glieder nicht mehr können, wie sie sollen. Wenn das Aufstehen vom Sofa immer mühsamer wird und wenn der Weg nachts ins Bad leicht zur Stolperfalle wird, dann wird es Zeit, die Wohnung noch komfortabler und altengerechter einzurichten. Dabei sind es manchmal nur kleine Details und praktische Accessoires die schnell für mehr Sicherheit und Bequemlichkeit sorgen. Ein Dämmerlicht mit Bewegungsmelder, stabile Griffe an Badewanne und WC oder der extra lange Schuhlöffel kosten nicht die Welt, erleichtern im Alltag jedoch so manches. Noch mehr Komfort bieten Sessel, Sofas und Betten mit höher gelegter Sitzfläche. Die Scheu, noch einmal die gewohnte und lieb gewonnene Einrichtung zu ändern, wenn auch nur zum Teil, ist manchmal groß. Doch zum großen Glück siegt irgendwann die Vernunft über die Eitelkeit der selbstbewussten neuen Alten.